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| Mögen
diese Beiträge viele Johannisthäler anregen. Diese
Aufzeichnungen beleuchten in der Ortsgeschichte von Johannisthal die Zeitspanne
von den Anfängen seiner Besiedlung im Jahre 1541 bzw. 1725 bis zum
Jahre 1962. |
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Einer der jüngsten
Orte in der Umgebung Kronachs ist die Gemeinde Johannisthal. Während
Kronach bereits 1003, Küps 1151, Neuses um 1300, Schmölz 1194
und Theisenort 1335 erwähnt werden, erscheint der Name Johannes-Thal
erst im Jahre 1725. |
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Herrscher über
all dem Grund und Boden, auf dem heute Johannisthal erbaut ist, war
im Jahre 1725 – also vor 241 Jahren, Freiherr Sylvester Johann
Gottfried von Redwitz, hochfürstlich Würzburg’scher
Dragonerhauptmann, Senior und Herr zu Theisenort. Somit ist ersichtlich, dass der Ort Johannisthal nicht auf Grund eines Ediktes, einer Stiftung oder durch eine Verleihungsurkunde, sondern aus der Zeitfolge entstand. Während der südliche Teil der Ortschaft nach Küps pfarrte, gehörte der restliche, insbesondere die Klöppermühle, zu Theisenort bzw. Schmölz. Ein Ortsblatt von Johannisthal aus dem Jahre 1853 Einwohnerzahlen der Gemeinde Johannisthal seit der Gründung: 1725
etwa 50 Einwohner |
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Im
Schuljahr 1834/1835 mussten 65 katholische Schüler von Johannisthal
nach Theisenort zum Schulunterricht. Weil die Johannisthaler Schüler
in der Theisenorter Schule in der Überzahl waren, wurde im Schuljahr
1836/ 1837 in einem Johannisthaler Privathaus eine eigene Schule eröffnet.
Sämtliche katholischen Kinder aus Johannisthal, Thonberg, Hummendorf,
Au, Küps, Oberlangenstadt, Nagel, Tüschnitz, Hummenberg und
Eichenbühl mussten die Schule in Johannisthal besuchen. Wegen zu
großer Armut konnte die Gemeinde die finanziellen Lasten für
die Schule nicht tragen. 1840 wurde der Unterricht in Johannisthal wieder
eingestellt. Erst 1901 erhielt Johannisthal ein eigenes Schulgebäude,
da die Schule in Theisenort für die kath. Kinder aus Johannisthal,
Theisenort und Schmölz zu klein geworden war. Zwei Drittel aller
Kinder der Theisenorter Schule waren Johannisthaler Schüler. Die
Neuerbaute Schule in Johannisthal besuchten im Jahre 1901:
71
Werktagschüler Die
Bevölkerung von Johannisthal wuchs in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts
enorm, der Kindersegen war groß. Bereits im Jahre 1905 zählte
die einklassige Schule in Johannisthal 105 Werktagschüler. Die Gemeindeväter
mussten an eine zweite Schulklasse denken. Im Jahre 1908 wurde der Anbau
vollendet, so dass das Schuljahr 1908/09 mit einer zweiklassigen Volksschule
begann. |
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Fährt
man von Lichtenfels auf der Bundesstrasse 173 mainaufwärts und biegt
kurze Zeit später hinter Hochstadt a. Main ins Tal der Rodach ab,
so erreichen wir, wenn die Marktgemeinde Küps passiert ist, das Dorf
Johannisthal. Bundesstrasse und Eisenbahn führen weiter in die knapp
fünf Kilometer entfernte Kreisstadt Kronach.
Dort, wo das Krebsbächlein in das Rodachtal eintritt, liegt der nördliche Teil der Gemeinde. Während die Gotteshäuser beider Konfessionen und das moderne Schulhaus den Beschauer von einer Anhöhe grüßen, reiht sich der Hauptteil des lang gezogenen Ortes am äußersten rechten Sohlenrandes des Rodachtales entlang. Von der Bundesstrasse 173 kann Johannisthal mit dem Auto nur aus nordöstlicher Richtung, also von Kronach her, erreicht werden. Hier zweigt auch die Strasse nach Theisenort und Schmölz ab. Obwohl die elektrische Haupteisenbahnstrecke München – Berlin unmittelbar an den Häusern vorbeiführt, hält in Johannisthal kein Zug. Die nächsten Haltepunkte sind entweder Neuses ( Richtung Kronach ) oder Küps ( Richtung Lichtenfels ). Zu
einem der jüngsten Orte in der Umgebung Kronachs zählt Johannisthal.
Während Kronach bereits 1003, Küps 1151, Schmölz 1194,
Neuses um 1300, Theisenort 1335, Tüschnitz 1348 und Nagel 1369 erwähnt
werden, erscheint der Name „JOHANNES- THAL“
erst im Jahre 1725. Die Entstehung von Johannisthal ist sehr eng mit dem
Adelsgeschlecht der Freiherren von Redwitz verknüpft. Im Jahre 1290
heiratete eine Enkelin des Herrn Konrad von Schmolenz ( Schmölz ),
namens Gertrud, den Freiherrn von Redwitz. Wenige
Jahre nach Beendigung des Bauernkrieges (1525), bei dem die Schlösser
in Tüschnitz, Wildenberg und Theisenort in Flammen aufgingen, ließ
der Freiherr von Redwitz zu Theisenort im Jahre 1541 in der Nähe
der damaligen Handelsstrasse, am Unterlauf des Krebsbaches, ein Gebäude
mit einer Mahlmühle erbauen, die später als Kleppermühle
bekannt wurde. Die Mühle war also ursprünglich im Eigentum der
Herren von Redwitz zu Theisenort. Später kam noch eine Gipsmühle,
Landwirtschaft und ein Gasthaus hinzu. Wohl
stand die Kleppermühle mit einigen Nebengebäuden schon seit
dem Jahre 1541 und gehörte den Burg und Schlossherren in Theisenort.
Vom Ende des 30jährigen Krieges sollte es noch 70 Jahre dauern bis
zum Jahre 1725, ehe „Johannes-Thal“ Erwähnung findet. Dieser Sylvester, Johann, Gottfried von Redwitz, hochfürstlicher Dragonerhauptmann, Senior und Herr zu Theisenort ließ auf einen öden Hüteplatz (Weideplatz) ein Wirtshaus nebst etlichen Häusern neuerlich und dergleichen auch eine Ziegelhütte gegen den Lerchenhof zu erbauen, die nach Küps eingepfarrt waren, sagt ein Chronist ! Ein anderer:!?„Das alte Wirtshaus stand in der Nähe des Bahnwärterhäuschens am vormaligen Bahnübergang (Drehorgel) über der Eisenbahn. Das
Dorf erhielt den Namen: im Thal des Johannes – Johanes-Thal, zu
Ehren des Gründers, der 1735, also nach den 10jährigen Bestehen
von „Johannes-Thal“ verstorben ist. Zu erwähnen ist allerdings,
dass der Bischof von Bamberg von den Adeligen verlangt hatte, armen Leuten
für 2 Taler Grund und Boden zur Verfügung zu stellen. In
einer anderen Chronik heißt es: 1752: „Es ist da selbst weder ein Dorf noch eine Gemeinde, sondern nur ein mit wenigen Häusern bestellter Ort“ 1786: erfolgte wiederum ein Einfall dieses Burgkunstadter Vogtes, der mit Hilfe von 16 Mann und dem Zehntknecht von Kronach nach den Wirt verhaften ließ. Durch die Errichtung des Wirtshauses an der Handelsstraße, wurden die Kronacher Gastwirte recht böse. Eine Beschwerde beim Bischof half nichts, also versuchte man die Entfernung des Wirtshauses in Johannisthal, kurz vor der Stadt Kronach gelegen, auf eigene Faust. Weshalb sich die Kronacher der Burgkunstadter bedienten, ist ungewiss. (?) Über
die bewohnte Fläche der Gutsherrschaft Theisenort gibt folgender
Plan Auskunft: Somit ist ersichtlich, dass der Ort nicht auf Grund eines Ediktes, einer Stiftung oder durch eine Verleihungsurkunde gegründet wurde, sondern aus der Zeitfolge entstand. |
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| Johannes
- Thal und die Kleppermühle |
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| Die Skizze zeigt,
dass das Dorf „Johannes-Thal“ und die Kleppermühle
zwei getrennte Siedlungen waren. Die Ziegelei ging ein und wurde später
in der Nähe des Dorfplatzes (Hofbräu) neu errichtet. Auch
das Wirtshaus ging ein, der Wirt (Batzenwirt – Zapfenwirt) soll
erstochen und beraubt worden sein. Die Häuser verfielen, die Bewohner
siedelten um, vor allem in die Nähe der Kleppermühle. Neben den, südwestlich und westlich von Johannisthal, auf freien Felde gelegenen landwirtschaftlichen Anwesen – aber nicht zur Gemeinde Johannisthal gehörig – zählen der Lerchenhof und der Schafhof. Ein dritter, der Lindenhof (Rockidocki), wurde im Zuge des Schulhausneubaus abgetragen, nachdem er teilweise zur Ruine geworden war und auf keinen Fall als Nachbar neben einer modernen Bildungsstätte bleiben konnte. |
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Der
Lindenhof |
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Der Lindenhof war früher ein Herrschaftshof der Herren von Redwitz
und wegen seiner Nähe bei Johannisthal eng mit den Bewohnern des
jungen Ortes verbunden. Die Industrialisierung in Europa, besonders in
England, Frankreich und später auch in Deutschland setzte am Ende
des 18. Jahrhunderts ein. Auch der damalige Herr über Theisenort
und Johannisthal, Freiherr Veit von Redwitz sah die große Chance,
in Zukunft auch Fabrikherr zu werden. So gründete er 1755 oder 1785
(wahrscheinlicher) eine Kattun-Fabrik. Er stellte in die teilweise vorher
umgebauten Räume des Lindenhofes Webstühle auf, auf denen derbe
Baumwollstoffe, Kattunstoffe gewebt wurden. In dieser Fabrik waren vorwiegend „Refugien“ ( Geflüchtete ) aus Böhmen tätig. Auch Juden arbeiteten dort als Fachleute. Diese Juden bewohnten die Judenhäuser in Johannisthal mit den Hausnummern 2, 13 und 18. Noch heute sprechen alte Johannisthaler von der „Labehütte“, vom Haus mit der Nummer 2, wo die Juden ihr Laubhüttenfest, das Erntedankfest, abhielten. Diese Häuser trugen früher das Redwitz´sche Wappen. Um 1850 stellte die Kattunfabrik Lindenhof ihre Produktion ein. |
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Mit
geflüchteten aus Böhmen kam auch ein Höfner, wahrscheinlich
ein Thomas Höfner, nach Johannisthal und wohnte in einem der oben
genannten Judenhäuser. Dieser Thomas Höfner übte den Beruf
als Siebmacher* aus. Dessen Sohn oder Enkel ist bereits in alten Pfarrmatrikeln
zu finden. Er hieß Karl Höfner, und wurde im Jahre 1786 in
Johannisthal geboren und übte das Maurerhandwerk aus. 1866 starb
er. Seine Frau hieß Gertrud und lebte von 1802 bis 1879. Beide waren
sehr streng katholisch. Wären diese Eheleute nicht so streng katholisch
gewesen, dann würden heute sehr viele Höfners nicht Höfner
heißen, sondern hießen Waldmann und gehörten
der evangelischen Konfession an. |
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| Und
das kam so: Beider Tochter Ursula, geboren 1823, verliebte sich in den
um fünf Jahre älteren Schreiner Georg Waldmann, Sohn des Schneiders
Konrad Waldmann, 1779 in Mannsgereuth geboren. Die Ehefrau des Konrad
Waldmann (die Mutter von Georg) hieß Christine, geborene Knauer.
Beide starben in Johannisthal. Diese Waldmanns, sehr angesehene Leute
im Dorfe, waren aber Protestanten. Von Ursula Höfner, in alten Jahren als „Urschl - Wawa“ bekannt, wissen wir, dass sie eine sehr gute Schülerin und ein wohlerzogenes Kind war. Lehrer Märsching aus Theisenort, wo Ursula zu Schule ging, schrieb ihr im Schuljahr 1834/35 folgendes Zeugnis aus: Geschichte: gut, Geographie: sehr gut, Naturlehre: gut, Sittliches Verhalten: sehr gut, Schulbesuch: sehr gut, Ursulas streng katholischen Eltern erlaubten nicht eine Heirat mit dem Protestanten Georg Waldmann, auch dann nicht, als Ursula ein uneheliches Kind gebar, insgesamt fünf uneheliche Kinder. Allseits wurden sie die „Waldmannskinder“ genannt. Viel musste Ursula Höfner mitmachen, mindestens sechsmal wechselte sie die Wohnung, als Tagelöhnerin schlug sie sich mit ihren Kindern durchs Leben. Einer ihrer Söhne hieß Moritz und hatte eine große Nachkommenschaft, die „Moritzn“ |
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Die
Urschl - Wawa starb 84jährig unverheiratet im Jahre 1907. Auch der Vater ihrer Kinder blieb bis zu seinem Lebensende ledig. |
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Ab wann Johannisthal selbständige Gemeinde wurde, konnte ich bisher
noch nicht klären. Eine gewisse Loslösung von Theisenort muss
schon um 1806, dem Jahr der Eingliederung dieses Gebiet in das Königreich
Bayern, vollzogen worden sein. Im Bamberger Staatsarchiv fand ich aus
dem Jahre 1808 eine Begrenzung der Flurgemarkung von Theisenort.
Dort heißt es: Gegen Morgen wird Theisenort begrenzt: Hinter dem Hause des Matthäus Fischer zu Kunberg, um den Backofen herum auf dem Fuhrweg nach Johannisthal, auf diesem weiter bis zu den öffentlichen Seitzen der so genannten „Rosenau-Weiher“. Johannisthal gehörte 1808 aber noch zum Steuerdistriktt Theisenort, ebenso auch Entmannsdorf, Rödern, Köhlersloh, Judengraben, Kachelmannsberg, Burg, Lerchenhof und Lindenhof. Im Häuser und Steuerumschreibbuch ist folgendes über Grundstücks- und Hauserwerb zu lesen: 1811: Michael Ziegler, Zieglermeister, ein Haus in Johannesthal. Philipp. Trapper zu Friedrichsburg erkauft von Thomas Baierlein ein Haus. Heinrich Stumpf aus Hummendorf erwirbt ein Haus. Heinrich Deuerling erwirbt ein zu Neuses gehöriges Grundstück. 1812: Herrmann Ochs erkauft vom Theisenorter Johann Ochs ein erkauftes Lehen. Johann Hempfling zu Johannesthal, ½ Tropfhaus erkauft. Lehensbrief vom 16.12.1809: Nikolaus Bernschneider erkauft von Franz Löw ein Haus mit Gartenanteil. Bartholomäus Hogorka aus Steinberg erkauft von Georg Hellget ein Haus zu Johannesthal. Veit Carl Lattig zu Johannesthal erkauft laut Lehensprotokoll vom 7.1.1815 von Johann Wagner ein Haus. Auf Ableben Johann Spieß zu Johannesthal überkommt dessen Hinterlassenschaft Witttig Margareta ein Haus. Conrad Waldmann von seinen Stiefvater Johann Stühlein ein Haus. Ursula Bagrrin, ledig aus Seelach, kauft ½ Haus von Georg Wachter im Jahre 1815. 1817: übernimmt Rosina Müllerin ein Haus mit einem Gärtlein. Simon Vetter, Margareta Spießin, Johann Hempfling und Margareta Ellmerin erwerben oder verkauften Häuser mit kleinen Würzgärtlein. 1818: erkauft Daniel Büttner zu Küps ein Haus von Johann Drechsler. Thomas Hofmann erhielt 1820 durch Übergabe der Margareta Müllerin ein Haus mit einem Gärtlein. Thomas Hofmann war von Beruf Flößer. Nikolaus Ziegler war Häfner in Johannisthal und bekommt das Haus von Simon Vetter. Benedikt Simon ererbt ein Haus. 1821: erkauft Georg Schrepfer ein Haus von Heinrich Schmitt. Georg Oesterlein, Andreas Büttner, Christoph Benedikt Zöllner erwerben ebenfalls Anwesen. Georg Bayerlein erwirbt ein kleines Anwesen von Carolina Hofmannin, ledig aus Tiefenklein. 1833: Johann Georg Murrmann erhielt durch Übergabe des Wilhelm und Margareta Murrmann ein Lehen aus Schmölz mit einem Tropfhaus. Weitere Besitzer oder Verkäufer: Johann Haderlein 1823, Franz Porzelt 1825, Eva Neidthardtin, Johann Stöcker, Michael Treusch, Wolfgang Münch, Johann Kuntz, Johann Beetz, Johann Porzelt, Georg Lorenz (Zimmergeselle), Paulus Kaiser (Gemeinderat), Johann Sauerwein (Ortsvorsteher), Max Bauer aus Hummendorf, Johann Bittrauf (Kleppermühle). Einwohner
um 1800 Aus dieser
Einwohnerliste (sie ist nicht vollständig) ersieht man, dass manche
Personen oder Familien in den Jahren 1780 bis 1840 mehrmals umgezogen
sind. |
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Not und Armut beeinflussten im 17. und 18. Jahrhundert entscheidend die
Entwicklung des Dorfes. Um die Not nur einigermaßen zu begegnen,
gründeten verantwortungsbewusste Männer um 1810 den „Verein
für die Armenpflege in Johannisthal“ Über den Schriftverkehr
dieser sozialen Einrichtung, des ersten Vereins in Johannisthal, findet
man umfangreiche Akten im Pfarramt in Theisenort vor. Nur einen geringen
Teil durchzustudieren lohnt sich, um ein Bild der damaligen Notlage zu
bekommen. In den allerwenigsten Fällen trugen die Menschen selbst
die Schuld für ihre Armut, die Umstände der damaligen Zeit müssen
dafür verantwortlich gemacht werden.
Gehen
wir zurück in die ersten Jahrzehnte nach der Gründung von Johannisthal
um 1725. Die ersten Johannisthaler, die sich die ersten Häuser auf
einer öden Hutweide und in der Nähe der Kleppermühle errichteten,
wurden vom Freiherrn gerufen als Tagelöhner, landwirtschaftlicher
Arbeiter, Knechte und Mägde. Sie waren Maurer, Flößer,
Regenschirmmacher, Siebmacher, Weber und später Korbmacher. Um
das Jahr 1860, also vor über 100 Jahren, konnte man in Johannisthal
schon eine große Anzahl von Familien zählen, die in der Korbmacherei
einen Lebensunterhalt besaßen. Der Postbote und Korbflechter Heinrich
Murrmann gründete 1865 einen Betrieb in dem Korbwaren hergestellt
wurden. Diese Firma, war der größte Betrieb Johannisthals und
weit bekannt, erhielt auf der VII. Trienale in Mailand im Jahre 1949 eine
Silbermedaille und auf der Internationalen Handwerksausstellung in Berlin
1938 den Ehrenpreis des Japanischen Botschafters.
Hier einige Beispiele aus der Arbeit der Armenpflegschaft: Pfarrer
Gleußner berichtet immer wieder an das Landgericht Kronach von tödlich
verlaufenden Typhusfällen:
Nach einer Liste der damaligen Zeit gehörten zu den Ärmsten
in Johannisthal: Aber
auch schon damals gab es Personen, die den Behörden Schwierigkeiten
bereiteten. Am 26. Juli 1834 trat der Armenpflegschaftsrat zusammen, um
gegen die arbeitsscheuen Jugendlichen Jakob Ziegler und Georg Ziegler,
Häfnergesellen, vorzugehen und die beim Patrimonialgericht in Schmölz
anzuzeigen, da beide trotz Aufforderung, weder vor dem Armenrat in Johannisthal
noch im Pfarramt Theisenort erschienen waren. Der Bürgermeister schrieb: Trotz all dieser Not verstanden es die Johannisthaler damals schon ihre Feste zu feiern, vielleicht inniger und dankbarer als heute. Im vorigen Jahrhundert wurde vor allen die Kirchweih, wenn auch bescheiden, doch um so fröhlicher begannen. Mit Johannisthal feierten sechs Dörfer die Kirchweih: Fischbach, Höfles, Tauschendorf, Theisenort, Vogtendorf und Wötzelsdorf. |
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Seit jeher war Johannisthal beengt. Dort, wo die Häuser oder kleinen
Gärten am Dorfrand endeten, endete auch die Flurgemarkung von Johannisthal.
Die Grenze zwischen Theisenort und Johannisthal verläuft durch die
Gastwirtschaft Theisenort, die Tankstelle an der Bundesstraße gehört
ebenfalls der Nachbargemeinde. Das Gasthaus Hopf „Zur Einkehr“
an der Bundesstraße findet man bereits auf Neuseser Flurgemarkung.
Die neue Schule, die Siedlung in Richtung Theisenort mit der evangelischen
Kirche sowie ein Teil des Siedlungsgebietes am Wallweg befinden sich auf
Theisenorter Grund und Boden. 1725 betrug die Einwohnerzahl etwa 50 und ist heute nahezu auf 1000 (1962) emporgeschnellt. Die Steigerung ist so groß, dass sie die um viele Jahrhunderte älteren Dörfer wie Theisenort, Schmölz, Tüschnitz, Au, Hummendorf weit überflügelte. Bis zur Mitte der zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts besaß Johannisthal nur 7 ½ ha Grund und Boden, das ist die Feldfläche eines kleineren Bauern. 1925 kamen von der Gemeinde 30 Hektar hinzu, so dass die Gemeinde Johannisthal insgesamt über 37 ha verfügt. Das Korbmacherdorf zählt somit zu den dichtbesiedeltsten Gemeinden Deutschlands. |
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Die
Alte Schulstraße |
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Allgemein glaubten die Bürger Johannisthals, erst seit 1901 eine
eigene Schule zu besitzen, zumal ältere Einwohner heute noch von
ihren oft beschwerlichen Schulweg nach Theisenort berichten können.
Es stimmt, vor 1901 besuchten die katholischen Schüler die Schule
in Theisenort, die evangelischen Kinder mussten Nach Küps zum Unterricht.
Kein Johannisthaler aber wusste- vor dem Vortrag des Verfassers dieser Ortsgeschichte-, dass sein Heimatort bereits im 19.Jahrhundert eine eigene Schule hatte. Gern oder ungern besuchten im Schuljahr 1834/35 65 Kinder aus Johannisthal die Werk- und Sonntagsschule im Nachbarort Theisenort. Von diesen Kindern existieren noch die Zeugnisse. Auf Drängen des Patrimonialrichters Höpfel zu Schmölz und des Schulinspektors, Pfarrer Braunersreuther (Theisenort), wurde von der Königlichen Regierung des Obermainkreises in Bayreuth am 4. September 1836 in Johannisthal eine Schule errichtet. Als Lehrer, damals Schulverwalter genannt, wurde Franz Martin bestellt. Er versah auch die Arbeit eines Gemeindeschreibers in Johannisthal. Lehrer Martin unterrichtete im Schuljahr 1836/37 38 Werktagsschüler, von denen jeder 1Gulden 36 Kr. (1 Gulden ca. 240 Pfennig) zu zahlen hatte. Außerdem betreute er 25 Sonntagsschüler, die 1 Gulden 48 Kr. je Kopf Schulgeld entrichten mussten. Diese erste Schule in Johannisthal besuchten die katholischen Schulpflichtigen aus folgenden Orten: Johannisthal, Thonberg, Hummendorf, Au, Küps, Oberlangenstadt, Nagel, Tüschnitz, Hummenberg, Eichenbühl, Bug, (Berg?) und Märessfeld (?). Die Schule, in der großen Stube im Hause des Bäckers Vetter untergebracht, unterstand dem Patrimonialgericht in Schmölz und als untere Instanz der Lokalschulinspektion in Theisenort. Leider konnten sich die Johannisthaler nicht lange über ihre Schule freuen, denn schon vier Jahre später, im Jahre 1840 wurde die katholische Schule von Johannisthal nach Küps verlegt. Die Kinder aus Johannisthal mussten nun wieder nach Theisenort bzw. Küps zur Schule gehen. Schuld daran trug die unbeschreibliche Armut. Die junge Gemeinde konnte finanzielle die Lasten, die für die Schule zu bringen nötig gewesen wären, nicht tragen. So musste in den Wintermonaten öfters der Unterricht ausfallen, weil kein Brennmaterial zur Beheizung der Schulstube vorhanden war. Nicht einmal die Miete konnte aufgebracht werden. Lehrer Martin beklagt sich, dass sein Gehalt ein Hungerlohn sei, und die Kinder das Schulgeld nicht entrichten, so dass er ein jämmerliches Auskommen habe. In einem Brief bittet die Königliche Lokalschulinspektion durch Pfarrer und Schulinspektor Braunersreuther das freiherrlich von Redwitz`sche Patrimonialamt in Schmölz um mehrere Klafter Holz, …..“weil sich die Kälte im Jahre 1836 zu schnell und streng eingestellt hat“. Lehrer Martin musste sich im Schulzimmer aufhalten, „weil die daran anstoßende Schlafkammer feucht und verstockt ist“ Ein anderes Mal richtet Pfr. Braunersreuther an das Königliche Landgericht in Kronach folgendes Schreiben: In der Schule Johannisthal sind gegenwärtig 39 Werk- und 27 Sonntagsschüler. Für den Lehrer reicht das Geld nicht mehr, weil das Schulgeld niedrig ist und viele nicht bezahlen wollen. Er bittet um einen Zuschuss, weil die Gemeindekasse so ziemlich leer ist. Das Landgericht Kronach antwortet, dass die Gemeinde in Zukunft verpflichtet sei, von unzahlungsfähigen Kindern das Schulgeld einzusammeln und es dem Lehrer zu geben…..“. Im Juli 1837 gewährt die Kreisschuldotation einen Unterstützungsbeitrag für Mietzins der Schulstube im ersten Semester 12 Gulden und 30 Kr. Auf die mehrmaligen Bittgesuche des Lehrers, des Pfarrers und des Patrimonialamtes und des Landgerichtes, dem Schulhalter Franz Martin eine Gehaltsergänzung zu gewähren, antwortet die Königliche Regierung von Oberfranken wie folgt: „Im Namen seiner Majestät des Königs ergeht an das Königliche Rentamt in Kronach folgende Verfügung: Das Rentamt wird hierdurch ermächtigt, dem Schulverweser Franz Martin in Johannisthal aus der Kreisschuldotation zur Ergänzung seines Gehaltes von 150 Gulden, nachdem das Werk- und Feiertagsschulgeld nachgewiesenermaßen nur 67,12 Gulden beträgt, erforderlichen Zuschuss von 82 Gulden 48 Kreuzer pro 1838/39 in Quartal-Raten gegen Quittung, welche die königliche Schulinspektion Theisenort mit dem Zeugnisse vollzogener Funktion zu versehen hat, zu geben und gehörig zu verrechnen.“ Auf der Quittung steht folgender Satz: „Die bewilligten Mittel wurden vom königlichen Rentamt richtig und brav ausgezahlt“. Später sucht man wieder um Unterstützung nach. Doch erfolgte diesmal eine Ablehnung, nachdem sich die Kinderzahl vermindert hätte. Das Schreiben von der Königlichen Regierung von Oberfranken, Kammer des Innern, ist von Freiherrn von Andrian unterschrieben. Lehrer Martin hatte mit einigen Schülern seine liebe Not. Weil der Schüler Georg Peter Deuerling, Flößersohn aus Au, nicht zur Schule kam, musste die Gendarmerie einschreiten. Der Vater wurde 48 Stunden bei Wasser und Brot eingesperrt. Auch der Mutter wurden 8 Tage Haft angedroht. Das erzbischöfliche Ordinariat wurde eingeschaltet. Der Vater wendet sich sogar an das Staatsministerium. Weil er nicht Recht bekam, wurde der Junge protestantisch (1838). In einem anderen Brief schreibt Martin: „Die drei Schäferschen Kinder aus Thonberg sind die ärmsten, besuchen aber am fleißigsten die Schule in Johannisthal. Weil sie nur ein Hemd und Beinkleid anhaben, bitte ich untertänigst um Unterstützung für diese Kinder, vor allem Schuhe und Kleider für den Winter. Auch Schulhefte fehlen". Beim Pfarrer beschwert sich Lehrer Martin über seinen Kollegen Marsching in Theisenort, weil dieser die Singschüler zu der Zeit arretiert, wenn Martin Singstunde ansetzte. Eine weitere Beschwerde lautet: Ludwig Böhm aus Nagel ist ein für menschliche Gesellschaft durchaus unbrauchbares Subjekt. Der Vater hält den Knaben zum Betteln an. Der Hummendorfer Johann Backert geht nicht zur Feiertagsschule, ist beim Schuster Heinrich Herrmann in Küps in der Lehre und verspottet die Schule. Der Werktagsschüler Josef Hanft aus Hummenberg kommt nicht zur Schule. Er hat drei Jahre kein Schulgeld gezahlt. Wie schon erwähnt, wurde diese erste Schule in Johannisthal 1840 aufgelassen und nach Küps verlegt. Aber auch dort gab es große Schwierigkeiten in finanzieller Hinsicht. Die Johannisthaler Kinder mussten noch 61 Jahre in fremde Orte zur Schule gehen. Erst im Jahre 1901 erbaute man das Schulhaus. Wieder sollten 61 Jahre vergehen, bis Johannisthal das heutige Schulhaus erhielt. |
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1901
erhält Johannisthal ein eigenes Schulhaus |
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Das
alte Schulhaus um 1913. Es steht heute noch in Johannisthal! |
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Schülerzahlen der Kath. Schule in Theisenort (Werktagsschüler): |
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Im Jahre 1899 kamen 2/3 aller Schüler der einklassigen Schule in
Theisenort aus Johannisthal. Schon seit 1887 gab es Abteilungsunterricht. In Bezirksamtmann (Landrat) Degen, hatten die Johannisthaler einen großen Fürsprecher gefunden. Vom Graf Egloffstein, Schmölz, wurde ein Bauplatz zu Verfügung gestellt. Der Kostenvoranschlag für den Schulhausneubau wurde in einer Kronacher Zeitung am 12. Mai 1900 mit 16.700.- Mark ausgeschrieben. Am Dienstag, 21. August 1900 Nachmittag um halb 5 Uhr fand die Grundsteinlegung statt. Pfarrer Rothlauf berichtete über diese Feier sehr ausführlich. Am 4. Februar 1901 an einem Montagnachmittag ab halb 2 Uhr erfolgte die Einweihung und die Übergabe des neu erbauten Schulhauses in Johannisthal. Auch dieses Ereignis hatte der Geistliche aus Theisenort zu Papier gebracht. Als
erster Lehrer (Schulverweser) an der Schule in Johannisthal wirkte Josef
Weber, geboren 1869 in Geigant (Oberpfalz). Die Schülerzahlen wuchsen
in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts enorm an. Im Jahre 1905 zählte
die einklassige Schule in Johannisthal bereits 105 Werktagsschüler.
Der Gemeindeausschuss vergab in einer Sitzung am 28.01.1908 die Arbeiten
für den Schulhaus-Erweiterungsbau. So wurde die Schule im Schuljahr
1908/09 zweiklassig. |
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Schulklasse
aus dem Jahre 1929 |
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Der Mittelpunkt des Ortes war stets und ist heute noch der Dorfplatz,
von der Bevölkerung „Wirtshof“ genannt. Die Dorfstrasse
verbreitert sich und überbrückt zweimal den Krebsbach. Es gab
eine Zeit, da konnte man dort vier Gasthäuser zählen: Horther,
Hofbräu, Günther und Hofmann. Vier Straßen münden
in den Wirtshof. In alter Zeit herrschte hier noch reger Durchgangsverkehr,
als die Hauptstrasse (heute Bundesstraße 173) von Küps nach
Kronach durch Johannisthal. Vom Wirtshof zweigte auch damals auch die
wichtige Straße in Richtung Theisenort, Schmölz, Beikheim ab.
Die Hauptstraße aus Richtung Küps überquerte einst am
Bahnwärterhäuschen die damals beschrankte Eisenbahnlinie. Später
wurde die Bahnstrecke einige hundert Meter weiter nördlich überbrückt
die Schranken am Bahnwärterhaus verschwanden. Infolge des immer größeren
werdenden Verkehrs entschloss sich die Behörde, Johannisthal ganz
zu umgehen. |
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| Zu erwähnen
sei noch, dass eine Mittelalterliche Handelstraße von Burgkunstadt
via Ebneth, Küps nach Au führte, dann die Rodach eine Fuhrt
überquerte und über Johannisthal bzw. Kleppermühle, Kuhberg,
Ziegelerden nach Kronach ging. Reste der Rodachfurt zwischen Au und
Johannisthal sind heute noch zu sehen. Das wohl älteste
Denkmal Johannistahls aber finden wir an einem ganz und gar ungünstigen
Ort. Es ist ein Steindenkmal, das den hl. Johannes von Nepomuk darstellt.
Es fristet im Garten des ehemaligen Bürgermeister Max Büttner
ein trauriges Dasein. 1957 stellte der damalige Lehrer in Johannisthal
Hans Rußnak, an den Gemeinderat den Antrag, dieses Steinmal renovieren
und an einen würdigeren Ort aufstellen zu lassen. Vergeblich !
Dieser Johannes, zum Gedenken an den Gründer des Dorfes geschaffen
und Schutzheiliger an Brücken, stand einst in der Nähe der
Kleppermühle, am Eingang von Johannisthal, dort, wo die Straßenbrücke
über den Krebsbach führte. |
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| Was wäre
heute eine aufstrebende Gemeinde wie Johannisthal ohne diese Institutionen?
Mag sein, dass es da und dort zu Meinungsverschiedenheiten, ja oft zu erbitterten
Fehden zwischen dieser oder jener Interessengruppe kommt, jede will –
allerdings auf verschiedenem Wege – zu einem gutem Ziel gelangen. Die Aktivität der einen Gruppe befruchtet die andere und spornt an. Die Pflege demokratischer Gepflogenheiten bei Versammlungen und Zusammenkünfte in den Vereinen, Verbänden, Parteien und Clup´s, wird also auf untere Ebene geübt und praktiziert. Dankbar sollte man all jenen Männer und Frauen sein, die sich manchmal jahrelang als Führungskräfte in dieser oder jener Ortsgemeinschaft zur Verfügung stellen und auch all zu oft Angriffen, ja Feindseligkeiten ausgesetzt wissen. Erbringen die Anstrengungen dieser Idealisten Früchte und stellen sich Erfolge ein, dann bleibt auch die Freude um diese Mühe nicht aus. Aus der Not der damaligen Zeit geboren, bildete sich schon
in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der „Verein
für die Armenpflege“ (darüber ist an anderer
Stelle ausführlich berichtet). Über seine Tätigkeit wird
noch zu Beginn dieses Jahrhundert erzählt. |
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| Der älteste und noch heute aktive Verein ist der | |||||||||||||||||||||
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| Voller
Stolz gedenkt der Gesangsverein „Liederkranz Johannisthal 1895 derer, die den Verein vor 100 Jahren gegründet haben! Mit dieser Vereinsgründung haben unsere Ahnen den Grundstein für den Chorgesang in Johannisthal gelegt. In den vergangenen 100 Jahren hat sich unser Gesangsverein zu einem festen Glied in der Sängergemeinschaft und zum Bewahrer des deutschen Liedgutes entwickelt. Wir danken all denen, die dazu beigetragen haben. |
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Anno
1895 |
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Unter
dem Motto „In Freud und Leid zum Lied bereit“
haben sich am 17. Juni 1895 in der Gastwirtschaft Horther 18 Männer
zusammengefunden, um den Gesangsverein „Liederkranz“
Johannisthal zu gründen. Johannisthal zählte damals
434 Einwohner, die in etwa 50 Häuser lebten. Der „Liederkranz“
ist der älteste Verein im Ort, der auch heute noch aktiv ist.
Vor der Vereinsgründung hatten die sangesfreudigen Johannisthäler schlechte Voraussetzungen für den gemeinsamen Chorgesang, denn zur Zeit der schulischen Entwicklung – von 1836 bis 1840 – beschwerte sich Lehrer Martin in einem Brief beim Bischof von Bamberg über den Theisenorter Pfarrer Marsching, weil dieser seine Schüler nicht zum Gesangsunterricht gehen ließ. Die nachfolgenden Pfarrer waren in dieser Beziehung toleranter und so haben auch die Johannisthaler Kinder das Singen gelernt. Es verging allerdings etwas Zeit, bis sie ins richtige Alter kamen und den Gedanken fassten, gemeinsam im Chor zu singen. Hauptinitiator der Vereinsgründung war Jakob Bärenz, der in der Gründungsversammlung auch zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Die Gründungsmitglieder waren: |
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| Die
Verleihung der „Zelter Plakette“ im Jubiläumsjahr 1995
stellt den Höhepunkt seit Gründung des Vereins dar. Mit dieser Auszeichnung wird das gesamte Wirken und Schaffen der vergangenen 100 Jahre durch den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. Der GV „Liederkranz“ Johannisthal 1895 wurde seit seiner Gründung von folgenden Vorständen geführt: |
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Jakob
Bärenz (1895 – 1930) Konrad Höfner (1930 – 1933) Konrad Probst (1933 – 1950) Dr. Walter Klehr (1950 – 1959) Hans Fili (1959 –1973) Josef Heil (1973 – 1980) Ernst Müller (1980 – 1988) Wolfgang Himmel (1988 – 1992) Michael Bauer (seit 1992) Die Chorleiter waren: Michael Bärenz (1895 – 1905) Michael Haderlein (1905 – 1920) Karl Schubert (1920 – 1922) Lothar Löffler (1922 – 1927) Lehrer Dünkel (1927 – 1930) Lehrer Schneider (1930 – 1931) Lehrer Bosch (1931 – 1947) Karl Höfner (1947 – 1950) Oberlehrer Karl Schlund (1951 – 1983) Michael Bauer (seit 1983) |
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Von
1951 bis 1983 führte der Theisenorter Oberlehrer Karl Schlund den
„Liederkranz“ Johannisthal als Chorleiter. Sein Verdienst
ist, dass der Chor über die Jahre hinweg fortbestehen konnte. |
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„Es
war ein langer Weg, den der Gesangsverein „Liederkranz“ Johannisthal
von seiner Gründung bis zu seinem 100jährigen Jubiläum
zurückgelegt hat.
Er führte über Höhen und Tiefen, Freud und Leid waren seine Begleiter“. Auch in Zukunft wird es nicht anders sein!! |
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Das Katholische Werkvolk, die Nachfolgeorganisation
des Katholischen Arbeitervereins wurden am 21. Mai 1903 (Himmelsfahrtstag)
gegründet. Die erste Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen: 1. Vorstand Bürgermeister Karl Müller, Präses Pfarrer Rothlauf, Kassier Anton Drechsler, Schriftführer Lehrer Josef Weber. 1909: Fahnenweihe (Patenverein in Redwitz), 1913: Bau des Hofbräu-Saales. Hier wurde vom Kath. Arbeiterverein zum ersten Mal in Johannisthal Theater gespielt. 1919: Der Verein bestand nur noch aus 10 Mitgliedern. 1937: Der Verein wurde von den Nationalsozialisten verboten und bestand nur noch als kirchlicher Verein weiter. Öffentlich durfte er nicht mehr auftreten, die Vorstandschaft wurde aufgelöst. Sieben Mitglieder waren in Schutzhaft. 1954: Wiedergründung und Umbenennung in Katholisches Werkvolk Johannisthal. Mitgliederstand im Jahre 1961 50 Männer. Über die wechselvolle Geschichte dieses verdienten Vereins gibt es eine vereinseigene Chronik wertvolle Auskünfte. |
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| Am Gründonnerstag, 1 Mai 1919 wird im Gasthaus Horther die | |||||||||||||||||||||
| gegründet. Durch den
Arbeiter und Sozialdemokraten kamen 1919 aus der Gruppe der Antimilitaristen
in die SPD die Initiatoren Emil Sieg (nach dem 2. Weltkrieg Landrat des
Landkreises Kronach), Karl Doppel und Karl Höfner. Vorsitzende: Emil Sieg von 1919 – 1925, Heinrich Höfner (Bürgermeister) von 1925 – 1933, Verbot von 1933 – 1945, Emil Sieg von 1945 – 1947, Ludwig Höfner von 1947 – 1949, Karl Höfner von 1949 – 1952, Karl Schedel von 1952 – 1957, Heinrich Höfner von (Bgm.) 1957 – 1961, Bernhard Höfner von 1961 - ? In den zwanziger Jahren zählte die SPD in Johannisthal keine 20 Mitglieder, 1962 fast 90. 1922 wird aus Spenden (Körbe werden gemacht und verkauft) eine Fahne angeschafft. 1930 eine Bühne gekauft. 1933 werden mehrere Mitglieder in Haft genommen. SPD – Bürgermeister in Johannisthal: Lorenz Höfner von 1919 - ? Max Büttner von 1946 – 1959, Heinrich Höfner von 1959 - ?. |
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| Von England gelangte der Fußballsport nach
Deutschland. Michael Höfner und andere, die nach dem 1. Weltkrieg aus
England kamen und dort diesen Sport kennen lernten, machen das Fußballspielen
in Johannisthal populär. Im Jahre 1920 wurde im Gasthaus Hofmann (Töpfer) der FC Pfeil Johannisthal aus der Taufe gehoben. Er galt als bürgerlicher Verein. |
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| 1. Vorstand bei der Gründung
1920 war Karl Höfner. Die erste Spielkleidung war „lila-weiß“
und seit der Umbenennung zum VfR blieben die Vereinsfarben Rot-Schwarz.
Das erste Spiel wurde auswärts ausgetragen (Schmölz oder Oberlangenstadt)
und hatte folgende Aufstellung:
Heinrich Braun, Georg Schrepfer, Georg Höfner, Karl Treusch, Hans Hofmann, Hans Richter, Georg Haderlein, August Haderlein, Georg Deuerling, Hans Höfner. Kurz nach der Inflation gab es weder einen „Bürgerlichen“ noch einen „Arbeiterverein“. Aus Mitgliedern und Aktiven bildeten sich der „Rasensportverein Johannisthal“, ab 1937 hieß er VfR (Verein für Rasenspiele) Johannisthal 1920. Häufig wechselte die Sportplatzanlage: Platz wo heute die Gärtnerei Bauer ist, südlich des Lehrerwohnhauses, dreimal zwischen Eisenbahn und Rodach. Vor und nach dem 2. Weltkrieg zählte der VfR Johannisthal zu den besten Mannschaften Oberfrankens. Kein anderer Verein hat Johannisthal in Oberfranken und darüber hinaus so bekannt gemacht wie der VfR. Mit dem Pferdewagen fuhr man zu den Auswärtsspielen
nach Brugkunstadt, Marktgraitz, Neuses, Kulmbach, Schwürbitz, Unterrodach
und Kronach. Johannisthal spielte 1924/25 in der damaligen A-Klasse Frankenwaldgau.
Im Spieljahr 1925/26 stiegen Küps und Oberlangenstadt zu dieser Liga
auf. Kronach errang die Meisterschaft. Am 7. Oktober 1928 wurde der Kronacher
Hammermühl-Sportplatz mit dem Verbandsspiel Johannisthal-Kronach
eröffnet. Johannisthal siegte 1:3 und wurde in diesem Jahr Gaumeister
der A-Klasse. |
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| Während des Zweiten Weltkrieges kam der Fußballsport fast
völlig zum Erliegen. Ab 1946 nannte sich der Fußballverein
VfR- Johannisthal. |
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| Zum Auftakt der Saison
1958/59 erreichte der VfR vor 600 Zuschauern gegen die Amateure des VfL
Neustadt ein verdientes 5: 5. Im zweiten Spiel wurde der Favorit und späterer
Meister TSV Küps mit 5:1 besiegt (auch das Rückspiel wurde gewonnen).
Aber schon im Spiel gegen die Flößer aus Wallenfels zeigten
sich die Höhen und Tiefen dieser Saison, als der VfR mit 8:1 unterging.
Am 7.9. wurde in Sassanfahrt 3:10 verloren, gegen Pressig 5:3 gewonnen.
Am 21.12.58 verliert Johannisthal in Neustadt 9:2 und eine Woche später
in Sassanfahrt 5:1. Trotz der z.T. vernichtenden Niederlagen steht die
Mannschaft nach der Vorrunde auf dem 11. Platz. Am Ende der Saison wird
der 7. Platz mit 73:95 Toren und 30:30 Punkten erreicht. Auch die Reserve
belegte einen 7. Platz. Der sportliche Erfolg zeigte sich auch im Besuch
der Jahreshauptversammlung, als im Januar 1959 in der Gastwirtschaft Hofmann
114 Mitglieder anwesend waren.
Auch die Saison 1959/60 begann Erfolg versprechend. Gegen den FC Kronach wurde 3:1 gewonnen, Küps 2:1 besiegt, die Hinrunde ohne Heimniederlage überstanden. Am Ende der Saison belegte die Mannschaft den 8. Platz mit 76:79 Toren und einen Punkteverhältnis von 31:29. Kein Spieler wurde gesperrt. Die Mannschaft hatte sich in dieser Klasse etabliert. Auswahlspieler Krug und
Richter |
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| Lehrer Rußnak führt
in seinen Rückblick folgendes aus: 3 Spieler gesperrt, 223 Tore geschossen,
307 erhalten. Christof Richter der in den drei Jahren nur in einem Spiel
fehlte, erzielte mit 66 Toren die meisten Treffer, gefolgt von Gerhard
Treusch mit 42 und Lorenz Stumpf mit 36 Toren. Die Jugend und Schülermannschaft
hatte 1961 gute bis befriedigende Erfolge. „Leider fehlt es an Nachwuchs,
man bringt kaum elf Pässe zusammen“. Trotzdem wurde die Jugend
Pokalmeister der Gruppe B. |
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| Der Abstieg aus der II.
Amateurliga brachte einige Unruhe in den Verein. Auf der Mitgliederversammlung
am 13.07.61 bei den nur 26 Mitgliedern anwesend waren, setzte man sich
als neues Ziel, ein gutes Abschneiden in der A-Klasse. Bruno Höfner übernimmt die Aufgaben des zurückgetretenen Platzwarts. Verschiedene Spieler beanstanden, dass für 1961/62 keine Reservemannschaft gemeldet wurde. Die Gründe der Vorstandschaft: Finanzielle Belastung, unsportliches Verhalten im letzten Jahr, Rücktritt des Spielleiters und mangelndes Interesse der Spieler. Einige Spieler wollen dennoch bemühen, eine Reservemannschaft auf die Beine zu stellen. Auf der Jahresversammlung am 06.01.1962 stellte sich der langjährige 1. Vorsitzende Max Büttner nicht mehr zur Wahl. Zum 1. Vorsitzenden wurde Alois Schneider gewählt. Diese neue Führung blieb nicht lange im Amt. Nach einer Amtsniederlage im Ausschuss tritt der 1. Vorsitzender am 10.02.1962 zurück. Am 26.01.1962 lehnte Lehrer Rußnak ab, die erste Mannschaft weiter zu Trainieren. Am 4. März 1962 musste eine außerordentliche Mitgliederversammlung abgehalten werden, bei der, der 2. Vorsitzende Karl Treusch zum 1. Vorstand berufen wurde und Hans Hofmann den 2. Vorsitz übernahm. Die Krise verschärfte sich. Der neue Trainer war zurück getreten, ohne eine einzige Übungsstunde abgehalten zu haben. Da auch der am 6.1.62 gewählte Spielleiter der 1. Mannschaft und Schülerleiter bereits nach einigen Wochen seine Ämter aufgab, mussten diese Posten neu besetzt werden. Nur die Funktion des Schülerleiters konnte durch Kurt Eckert besetzt werden. Nach dem Abstieg aus der Amateurliga belegte die erste Mannschaft in der Serie 1961/62 einen enttäuschenden 11. Platz. Auf der Ausschusssitzung am 20.10.62 teilte 1. Vorstand Karl Treusch mit, dass der Spielbetrieb unter mangelndem Interesse verschiedener Spieler leide. Es wurde erstmals die Frage aufgeworfen, ob man unter derartigen Umständen noch Spiele soll und es nicht besser wäre, „die erste Mannschaft zurückzuziehen“. Es sollte endlich ein neuer Spielleiter gefunden werden. Schedel nahm dieses Amt „versuchsweise“ an. Durch die Versetzung von Lehrer Rußnak nach Hochstadt war auch der Schriftführer neu zu besetzen, Ehrenmitglied Max Büttner übernahm dies bis zur nächsten Jahresversammlung. Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung am 20.11.62 war: „Zurückziehung der ersten Mannschaft“. Es mussten verschiedene Verbandspiele mit 9 bzw. 10 Mann bestritten werden. Karl Schedel war nicht mehr gewillt, wegen des schlechten Trainingsbesuchs dieses Amt weiterzuführen. Es bestand die Gefahr, dass der Platz dem Verein von Gemeinde gekündigt wird. Ehrenmitglied Max Büttner appellierte an die Mannschaft die noch ausstehenden drei Spiele durchzustehen. Auf der gut besuchten Generalversammlung am 06.01.1963 teilte 1. Vorsitzender Karl Treusch den Mitgliedern mit, dass große Schwierigkeiten bestehen, einen Spielbetrieb der 1. Mannschaft aufrecht zu halten. Es wurde angeregt wieder eine Reservemannschaft ins Leben zu rufen. Die Neuwahlen ergaben als 1. Vorsitzender Heinrich Höfner. 2. Vorsitzender Helmut Höfner, Kassier wurde Herbert Stumpf. Doch schon in der Ausschusssitzung am 18.01.63 erfolgte der Rücktritt des Schriftführers. Cristoph Zeckai, bereits Schriftführer, wurde zum Kassenprüfer gewählt. Der vorläufige sportliche Tiefpunkt war 1963 erreicht. Am Saisonende belegte die Mannschaft in der A-Klasse den letzten Tabellenplatz mit 35:123 Toren und 10:42 Punkten. Am 24.5.63 wurde eine Ausschusssitzung einberufen, in der es „um dem Fortbestand der ersten Mannschaft ging“. Das Entscheidungsspiel am 13.Juli 1963 um den Verbleib in der A-Klasse gegen Steinbach am Wald endete nach einen Pausenstand von 1:1 mit einer 1:6 Niederlage. Der Abstieg wurde nicht hingenommen. Am 17.7 1963 wurde die erste Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen. In der Serie spielte nur die Jugend und Schülermannschaft |
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Unter einer neuen Vorstandschaft wagte
der VfR in der Saison 1964/65 einen Start in die C-Klasse. Auf der Jahreshauptversammlung
am 6.1.1965 konnte der 1. Vorsitzender Alois Wohlgemuth berichten, dass
der VfR Tabellenführer in der C-Klasse sei, zum Auftakt 7:1 gegen
Neufang gewonnen, zwei Unentschieden, drei verloren, 42!! Spieler wurden
eingesetzt. Zwei Spieler machten alle Spiele mit. Obwohl sich der sportliche
Erfolg einstellte, traten einige Funktionäre Monate vor der Generalversammlung
zurück. Der 1. Vorsitzender musste das Amt des Schriftführers, Hauptkassier, Spielleiters und Platzwart übernehmen. Die Neuwahlen ergaben: 1. Vorsitzender Alois Wohlgemuth, 2. Vorsitzender Herbert Stumpf, Hauptkassier Günter Saliger. |
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Beim VfR ging es auch tatsächlich
wieder aufwärts, denn die Mannschaft wurde auf Anhieb in der Saison
1964/65 Meister der C-Klasse mit 30:4 Punkten und 78:30 Toren. Das Protokoll
vermerkt: „Die Kameradschaft unter den Spielern, gut besuchte Trainingsstunden,
sowie der unermüdliche Einsatz aller Vereinsfunktionäre waren
der Schlüssel zum Erfolg“. Durch den Wegzug des 1. Vorsitzenden Wohlgemuth musste am 2.4.1965 eine außerordentliche Generalversammlung einberufen werden. Herbert Stumpf übernahm bis zur nächsten Versammlung das Amt des 1. Vorsitzenden. In sportlicher Hinsicht ging es weiter aufwärts. In der Hinrunde der B-Klasse 1965/66 belegte der VfR den 6. Platz mit 6 Punkten Abstand zum Ersten. Nach einem 5:2 Sieg über Friesen am 20. Spieltag, lag die Mannschaft auf dem zweiten Platz hinter dem späteren Meister TSV Teuschnitz. In einem Entscheidungsspiel gegen den punktgleichen Zweiten Burggrub in Kronach gelang vor 1200 Zuschauern ein 2:1 Erfolg und damit der Aufstieg in die A-Klasse. |
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| Auf der Jahresversammlung
am 6.1.1966 dankte Spielleiter Schedel den Spielern für ihren Einsatz.
Die Neuwahlen ergaben 1.Vorsitzender Heinz Reif, 2. Vorsitzender Karl
Schedel, Kassier Alwin Zeis. Am 6.1.67 stand die Mannschaft nicht gut in der Tabelle. Ende 1966/67 wies die Mannschaft ein Punktekonto von 10:42 Punkten auf. Mit 50:109 Toren war der VfR Letzter. In der Rückrunde wurden nur 3 Punkte geholt. Der letzte Eintrag im Protokollbuch stammt vom 1.2.1967. Kassierer Alwin Zeis führte den Verein weiter, bis 1971 wieder eine erste Mannschaft in Leben gerufen wurde. |
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| Im Spieljahr 1971/72 meldete
der VfR auf Initiative des 1. Vorsitzenden Waldemar Büttner und des
Spielleiters Rudi Hempfling eine erste Mannschaft zum Spielbetrieb. Die Spieler Werner Friedlein und Günter Höfner vom Landesligisten ATS Kulmbach sowie Bruno Höfner wurden zurückgeholt, junge Spieler in die Mannschaft eingebaut. Am 18.7.1971 konnte Großvichtach mit 6:2 im DFB-Pokal besiegt und in der zweiten Runde gegen SSV Oberlangenstadt mit 5:2 gewonnen werden. In der Verbandsrunde wurde am dritten Spieltag die Tabellenführung übernommen. Ende September führten alle drei Mannschaften des VfR in ihren Gruppen die Tabellen an, wobei die Schüler und die erste verlustpunktfrei waren. Die Erste errang ohne Punktverlust den Herbstmeistertitel mit acht Punkten Vorsprung und 83:14 Toren. Die Schüler erkämpften sich den Kreismeister und spielten um die westoberfränkische Meisterschaft. Die Jugend erreichte den Gruppensieg und wurde gleichzeitig Gewinner des B-Pokals für 1971. Am Ende der Serie wurde die erste Mannschaft mit 44:0 Punkten und einem neuen Rekord von 128:23 Toren souverän C-Klassenmeister. Die erfolgreichsten Torschützen: Günther Höfner 34, Werner Friedlein 24, Anton Stumpf 13, und Christof Richter 12. |
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| Der
Weg zur Meisterschaft: |
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| Stegaurach | - VfR | 2 : 4 | |||||||||||||||||||
| VfR | - Lichtenfels | 3 : 1 | |||||||||||||||||||
| Lichtenfels | - VfR | 3 : 6 | |||||||||||||||||||
| VfR | - Stegaurach | 8 : 2 | |||||||||||||||||||
| VfR | - Saas Bayreuth | 4 : 2 | |||||||||||||||||||
| Saas Bayreuth | - VfR | 2 : 2 | |||||||||||||||||||
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| Im Spieljahr 72/73 wurde
wieder eine Reserve zum Spielbetrieb gemeldet, die das erste Spiel mit
7:1 gewann und auf Anhieb Meister wurde. Die Erste schaltete im Pokal
die beiden A-Klassisten Küps und Theisenort überzeugend aus
und erst in der vierten Runde gegen den Bezirkslegisten Neuses schied
die Mannschaft nach großen Kampf mit 2:4 aus. Am 8.10.71 lagen die Erste und die Reserve auf Platz Zwei in ihrer Klasse. Die erste Niederlage nach 33 Punktspielen gegen Oberlangenstadt am 22.10.71 mit 1:2 schmerzte wenig. Nach Abschluß der Vorrunde wieder auf Platz 2, am 3.12.71 erstmals auf Platz 1. Die erfolgreichsten Torschützen waren: Friedlein 34, Höfner Günther 16, Höfner Bruno 13. Auch die Reserve wurde Meister. Torschützen: Anton Stumpf 21, Heinz Gleich 17, Dieter Lau 13. Die Schüler holten sich 1973 erneut den Kreismeistertitel. |
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Zum Auftakt in der A-Klasse
wurde Tettau 5:1 besiegt. Ende September 1973 lagen beide Mannschaften
des VfR auf Platz 1. Der VfR errang die Herbstmeisterschaft. Johannisthal
und Windheim waren am Ende punktgleich. In einem Ausscheidungsspiel in
Kronach vor 2500 Zuschauern gewann der VfR mit 2:1 und wurde 1974 Meister
der A-Klasse. Die Mannschaft schaffte damit den direkten Aufstieg von der C-Klasse bis in die Bezirksklasse. Trainer Max Büttner, der die Elf seit 1972 betreute: „Das Ziel des VfR ist der Klassenerhalt, wir haben unser Training den Mannschaften der Bezirksliga angeglichen, versuchen zweimal wöchentlich uns fit zu halten. Es ist eine junge Mannschaft, die Spieler stammen alle aus Johannisthal. Die Moral ist ausgezeichnet, die Arbeit mit den willigen Spielern, die ihr bestes geben macht Freude. Es herrscht gute Kameradschaft und ein gutes Zusammenwirken mit der Vorstandschaft“. |
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Im ersten Spiel gegen Stegaurach
verschenkte der VfR beim 3:3 einen Punkt und startete mit vier Unentschieden.
Gegen Rödental im 10-Saisonspiel schwächten zwei rote Karten
die Mannschaft für die kommenden Aufgaben. Die Abschlusstabelle zeigte
folgendes Bild: Mit 5 Siegen, 10 Unentschieden bei einem Punktestand von
20:48 und 41:86 Toren musste die Mannschaft absteigen. Die besten Torschützen: Bruno Höfner 8, Günther Höfner 7, Günther Stumpf 6. Die Gründe für direkten Abstieg lagen nach Auffassung des Trainers darin, der Sturm war geschwächt, der Kader mit 15 Mann zu klein, die Mannschaft zu unerfahren. Die Jugend wurde 1974 Pokalsieger. |
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Nach dem Abstieg in die
A-Klasse wanderten einige erfahrene Spieler ab, die aber durch talentierte
junge Fußballer wie z.B. Jürgen Bechtel, der auf Anhieb 17
Tore in dieser Klasse schoss, ersetzt wurden. Als neuer Trainer kam Lorenz
Richter, der die Mannschaft neu motivierte. Zum Auftakt in der A-Klasse
gelangen zwei Kantersiege gegen Großvichtach. Die Erste gewann mit
6:1, die Reserve mit 17:4. Die Reserve, die den Tabellenführer Rothenkirchen
mit 7:0 besiegte wurde zu Saisonende Dritter mit 94:34 Toren und 37:13
Punkten. Günther Höfner schoss 28 Tore. Im Juni 76 war die Erste
punktgleich mit Haig und Pressig, Zweiter in der A-Klasse. Das erste Entscheidungsspiel
gegen Pressig wurde mit 3:1 gewonnen, gegen Haig mit 1:0 verloren und
damit die Qualifikation für die Bezirksliga nur knapp verpasst. Torschützen: Bechtel 17 Treffer, Friedlein 11. Reserve: Höfner Rudolf 18, Seidel K.D. 17 Tore. Die VfR Jugend gewann 1976 erneut den Kreispokal. |
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startete die Mannschaft gut. Im DFB-Pokal
wurde Oberlangenstadt mit 5:0 besiegt und Theisenort mit 4:1 ausgeschaltet.
In der dritten Runde musste sich der VfR nach großem Kampf den Landesligisten
SV Neuses mit 0:1 geschlagen geben. |
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| Am 6.1 1977 konnte der Vorstand
berichten, dass die Reserve, Jugend und Schüler jeweils die Tabelle
anführen, die erste Mannschaft auf dem 3. Platz liegt. Nach einem
doppelten Punktverlust gegen Thonberg rutscht die Mannschaft auf dem dritten
Platz. Durch weitere drei Niederlagen in Folge am Ende der Serie, fällt
die erste Mannschaft zurück und wird nur Vierter. Die Reserve bleibt 16 Spieltage ungeschlagen und wird Meister mit 47:9 Punkten und 65:23 Toren. |
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| hatte sich die Mannschaft
viel vorgenommen, Hans Hofmann sollte Trainer werden. Das Auftakt- Freundschaftsspiel
gegen Kronach 5:3 gewonnen, prompt verlor man im Pokal gegen Oberlangenstadt.
Es folgte ein schlechter Start, am 12. Spieltag gelingt der erste Sieg,
die Mannschaft ist Vorletzter. Rudolf Höfner übernimmt für
den durch einen Unfall verhinderten Hans Hofmann das Traineramt, ist Spieler
und Spielleiter gleichzeitig. Nach der Vorrunde ist die Erste Vorletzter
mit 12:20 Punkten und erreichte am Ende einen 9. Tabellenplatz. Die Reserve
holt wiederum den Meistertitel mit 79:33 Toren und 44:12 Punkten. Auch die Schülermannschaft stand (unbesiegt) auf dem ersten Platz. Die C-Jugend kommt bis ins Endspiel, in dem sie gegen Pressig verlor. |
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Die Punktspiele der ersten Mannschaft
beginnen mit einem Sieg über Steinberg und einem 7:1 gegen Friesen.
Am Ende der Vorrunde ist die Elf auf Platz 1, die Reserve auf Platz 2.
Auf der Jahreshauptversammlung 1979 begrüßt Richard Schrepfer
erstmals die Mitglieder im neuen Sportheim, das im Juni eingeweiht werden
soll. Die erste Mannschaft mit ihren Trainer Hans Richter bringt endlich
wieder gute Leistungen. Nach Beendigung der Vorrunde ist die erste Mannschaft
unbesiegt. Der Spielleiter für die erste und zweite Mannschaft, Siegfried
Sachs, teilt mit, dass die 1. Mannschaft sich auf dem 1. Platz befindet
und die Reserve derzeit auf Platz 2 liegt. Das Amt des 1. Spielleiters übernahm Waldemar Büttner. Ein Sieg in einem Freundschaftsspiel gegen den Landesligisten Neuses mit 4:1 motivierte die Fußballer erneut. In der Rückrunde gab der VfR keinen Punkt mehr ab und wurde mit 10 Punkten bei 48:8 Punkten und 93:29 Toren überzeugend Meister. Auch die Reserve erringt 78/79 zum dritten Mal in Folge den Meistertitel mit 117:27 Toren und 47:9 Punkten. Die dritte Meisterschale holten die Schüler nach Johannisthal. Die dreifache Meisterschaft wurde mit einem schwungvollen Fest gefeiert, bei der ein Ochse am Spieß gebraten wurde. |
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| 1980 tritt der langjährige
1. Vorsitzender Richard Schrepfer, der sich beim Bau des Sportheimes sehr
verdient gemacht hat zurück. Altbürgermeister Heinrich Höfner,
erklärte sich bereit, dieses Amt zu übernehmen. Bis zur Jahreshauptversammlung
legen der Kassierer und der 2. Vorsitzender ihr Amt nieder. Bei den Neuwahlen
wurde Rudolf Höfner 1. Vorsitzender, Walter Fischer sein Stellvertreter
und Kurt Eckert Hauptkassier. Die erste Mannschaft stand zum Abschluss
der Saison 1980/81 auf dem letzten Platz und stieg damit nach zwei Jahren
Bezirksliga wieder ab. Die Reserve belegte Platz Zwei.
Bei den Neuwahlen 1982 übernahmen Kurt Eckert und Werner Herbst die Aufgabe als Vereinsvorsitzende, Hauptkassier wird Anneliese Eckert. Bis zum 19. Spieltag lag die Mannschaft auf Platz Zwei. Nach einer Negativserie mit drei Niederlagen in Folge und 2:8 Punkten, fiel die Elf zurück. Der Endspurt mit drei Siegen kam zu spät. Im letzten Spiel wurde gegen Ebersdorf verloren und der zweite Platz verspielt. Die Mannschaft landete auf Platz vier. Die Reserve belegte Platz 10. Unter ihren Spielleiter Siegfried Sachs und Trainer Hans Hofmann wurde die A-Jugend Kreismeister. Am 9.2.82 erzielte die Jugend einen eindrucksvollen 8:1 Sieg gegen den SV Hallstadt und spielte hervorragend in der Kreisliga mit. Als beste Spieler zeichneten sich Sachs Stefan und sein Zwillingsbruder Hansi aus. 1982 gewann der VfR in der 3. Runde des DFB-Pokal nach
Verlängerung gegen den Bezirksligaaufsteiger Neuses mit 3:2. Trotz
sportlicher Erfolge zeichnet sich Ende 1982 eine Führungskrise im
Verein ab. Am 27.11.82 erklärte der 1. Vorsitzender, dass er zurück
treten werde. Auch der 2. Vorsitzender und der Kassier wollen kein Amt
mehr übernehmen. Während der Saison war der Spielleiter zurückgetreten
und Günther Höfner übernahm die Funktion. Gleichzeitig
wünscht die Mannschaft vertreten durch den Spielführer, dass
die Pokalerfolge entsprechend honoriert werden. Die mühsamen Neuwahlen
ergaben 1. Vorsitzender Heinz Höfner, 2. Vorsitzender Georg Mäusbacher,
Kassier Georg Braun. |
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Schlagzeilen aus der Presse:
VfR Johannisthal warf ASV Gaustadt aus dem Pokal Entscheidung durch H.Hofmann Foulelfmeter gegen den Landesligisten zum 1:0 verwandelt „Korbmacher“ meldeten auch „Cosmos“
ab |
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| 1983/84 wird Johannisthal
Zweiter hinter Rothenkirchen und erreicht die Qualifikation zur Bezirksliga.
Erfolgreichster Torschütze: Sachs Stefan mit 26 Toren. Das erste
Qualifikationsspiel gegen DjK Coburg wird in der Verlängerung gewonnen.
Das nächste Spiel gegen Neustadt mit 4:1 verloren und der Aufstieg
nicht geschafft. Die Reserve erringt die Meisterschaft und schießt
106 Tore. Im DFB Pokal 1984 kann der Erfolg von 1983 nicht wiederholt
werden. Gegen den C-Klassisten Schmölz scheidet der letztjährige
Finalteilnehmer in der ersten Runde mit 4:3 aus.
Nach dem vierten Platz 1984/85 in der A-Klasse blieb
der VfR in der Saison 1885/86 14 Spieltage unbesiegt und wird schließlich
Meister mit fünf Punkten Vorsprung. Von den 92 Toren erzielte Stefan
Sachs allein 36 Treffer, Hans Hofmann folgte 15 Toren. Kein Spieler sah
die rote Karte. In der Bezirksligarunde 1886/87 hält der VfR gut
mit, und schafft den 7. Platz. Stefan Sachs erzielte 24 Tore (30:30 Punkte
und 56:51 Tore). Der in Ziegelerden ausgespielte Bergpokal wird 1987 zum
vierten male in Folge gewonnen. Weitere Siege von 1990 und 1991 schließen
an. |
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| Im Endspiel um die Kreismeisterschaft setzte sich der Bezirksligist
VfR gegen Reichenbach mit 3:1 durch. Bernd Höfner schoss nicht nur
ein Tor, sondern wurde im Pressebericht zusammen mit Frank Gernlein auch
als bester Spieler bezeichnet. Für die Bezirksligasaison 1987 verstärkte
sich der VfR mit Stefan Schnidt, Heinrich Mertel, Frank Gernlein, Alfred
Bergner und Horst Höhn. Aus der eigenen Jigend kamen Frank Haderlein,
Steffen Wegner und Frank Gebelein in den Kader. Das Ziel, dass sich die Mannschaft und der Trainer Rudolf Höfner mit Spielleiter Farnk Sigmund steckte, Aufstieg zur neuen Bezirksoberliga, in die die Westgruppe sechs Mannschaften entsenden konnte. Zu Saisonende belegte die Mannschaft einen 9.Platz. Der Aufstieg zur Oberliga wurde um 5 Punkte verpasst. Der Start in die Bezirksliga 1988/89 brachte Licht und Schatten. Gegen Neuses wurde mit 6:2 gewonnen, im nächsten Spiel 5:1 gegen Gaustadt gesiegt, am 10.Spieltag in Buttenheim 7:0 verloren. Auf einer Tagung der Vereine beklagte Bezirksligaspielleiter Heinlein die schlechte Spielmoral aller Mannschaften. In der Vorrunde zeigten die Schiedsrichter 29-mal die Rote Karte. Der VfR führte die Sünderliste mit 6 Roten Karten an. Zwei weitere Platzverweise am 27. Spieltag schwächten die Mannschaft. Als Vorletzter musste der VfR absteigen. Nach dem Abstieg verließen wertvolle Spieler den Verein. Die Reserve konnte in der A-Klasse wegen der knappen Spielerdecke nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Auch die erste Mannschaft hielt anfangs nicht wie gewohnt in der A-Klasse mit, sie landete auf Platz 6. Die in dieser Zeit unter Trainer Hans Raab und Spielleiter Klaus Müller gute Nachwuchsarbeit zeigte erste Früchte. Die Jugend gewann 1990 den B-Pokal. Aus diesen Spielern sollte in den nächsten Jahren der Nachwuchs für die erste und zweite Mannschaft kommen. Den Sprung schafften: Gerald Schneider, Alexander Herbst, Michael Eckert, Markus Krug, Alexander Raab, Tobias Scheffler, Michael Neder, Steffen Mäusbacher und Heiko Höfner. |
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Nach Ende der Vorrunde lag die Mannschaft
auf Platz Zwei, hinter dem ASV Gaustadt und errang am Ende den Vizemeistertitel.
Im Qualifikationsspiel gegen FSV Naila gelang ein 1:0 Sieg und damit der
Aufstieg in die Bezirksoberliga, der nach zwei aufeinander folgenden Aufstiegen
neben dem Oberfränkischen Pokalfinale von 1983 wohl als der sportlich
größte Erfolg in der Vereinsgeschichte bezeichnet werden kann. |
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| stehend v.l.:
Ernst Kroha, Michael Müller, Richard Vetter, Alexander Herbst, Mario
Herbst, Bernd Höfner, Paul-Stephan Hartfil. Stefan Schmidt, Frank Haderlein, Karl Hack, Klaus-Dieter Seidel, Edgar Sachs, Heiner Meindelschmidt kniend v.l.: Tobias Scheffler, Markus Krug, Stefan van Bürck, Frank Gernlein, Willi Hofmann, Alexander Raab, Stefan Richter, Stefan Sachs |
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Obwohl die Mannschaft im Pokalhalbfinale
1993 gegen Stockheim mit 4:4 nach Verlängerung ausgeschieden war,
gelang ihr zum Auftakt in der Bezirksoberliga ein guter Start. Nach einem
5:1 Sieg gegen Kasendorf führte der VfR die Tabelle an. Auch das
nächste Auswärtsspiel in Memmelsdorf mit einem 1:1 ließ
noch hoffen, aber die schwere Verletzung von Stefan van Bürck, der
zu den spielerisch stärksten und erfolgreichsten Torschützen
des VfR zählte, war ein nicht zu ersetzender Substanzverlust. Verletzungen
von Frank Gernlein und Paul Stephan Hartfil schwächten die Mannschaft
nachhaltig. Im Heimspiel gegen Trebgast sahen zusätzlich zwei Spieler
Gelb-Rot. Als das Spiel auswärts in Mitterteich mit 1:8 verloren
ging, setzte sich der Abwärtstrend fort. Zu Beginn der Rückrunde
bei 6 Pluspunkten wurde gegen Kasendorf 6:1 verloren und damit der Abstieg
vorgezeichnet. Mit 11:49 Punkten und 44:109 Toren stieg der VfR aus der
Oberliga ab. Die Reserve konnte unter Aufbietung aller Kräfte in
der C-Klasse einen 10. Platz belegen. |
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| Auch der DFB-Pokal 1994
begann mit einer Enttäuschung. Gegen den B-Klassisten Weißenbrunn
verlor die Mannschaft 2:1. Der neue Trainer Willi Meinhardt, der im Juni
noch bei den Fußballweltmeisterschaften in den USA weilte, versuchte
der Mannschaft ab Ende Juli den richtigen Schliff beizubringen. In der
Vorrunde konnte die Mannschaft sich im vorderen Mittelfeld mit Kontakt
zur Spitze festsetzen. In der Rückrunde gelang nach mehreren unnötigen
Punktverlusten (Neustadt, Gifting…) erst im letzten Spiel mit einen
diesmal überzeugenden 3:1 gegen Frickendorf der 8. Tabellenplatz.
Die Reserve behauptete sich in der Bezirksliga gut belegte einen fünften Platz. Die Spieler der zweiten Mannschaft erzielten obwohl einige Begegnungen durch „höhere Gewalt“ abgesagt wurden, mit 86 Toren die meisten Treffer in ihrer Staffel. Seit Juni trainiert der bisherige Jugendtrainer Jürgen Fenner die 1. Mannschaft, die mit Neuzugängen und den jungen Talenten aus der von Ferner geformten A-Jugend eine Erfolg versprechende Gemeinschaft bilden. Die Reserve wird als 1. Mannschaft wieder in der C-Klasse um Punkte kämpfen. Für Spielerischen Nachwuchs und Betreuung ist gesorgt, wie die Bilder in der Festschrift und die Trainingsbesuche der Schülermannschaften belegen. An eine 75.jährige Tradition anzuknüpfen, bringt eine große Verantwortung für die Mitarbeiter des Vereins mit sich, das Geschaffene der Vorgänger zu wahren, zu erhalten und wenn möglich zu mehren. Es ist aber gemeinsam mit allen Mitgliedern eine sichere Basis für die sportliche Zukunft des Fußballsports in Johannisthal. |
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Den Radfahrverein „Concordia“
gibt es heute nicht mehr, er erlebte zwischen den beiden Weltkriegen große
Zeiten. |
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| Die katholische Kirche in Johannisthal, erbaut
im Jahre 1936, ist eine Filialkirche der Pfarrei Theisenort. Vom Pfarrsitz Theisenort betreuten folgende Geistliche die Katholiken Johannisthals: Seit dem 19.Jahrhundert: |
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| Um 1788 werden die heutigen Bürgermeister
„Schultheiß“ oder „Ortsvorsteher der Gemeinde“
genannt, ab 1818 nur noch „Vorsteher der Gemeinde“ und seit
1869 „Bürgermeister“ Im 19. Jahrhundert: Heinrich Stöhr, Johann Sauerwein, Michael Keim, Benedikt Zöllner, Christian Güthlein, Göttner oder Gättner, Leffer, Hofmann, Georg Schrepfer, Georg Horther. Im 20. Jahrhundert: Karl Müller, Lorenz Höfner, Julius Müller, Fritz Bauer,
Georg Schrepfer, August Bärenz, Konrad Höfner, Max Büttner,
Heinrich Höfner. |
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